Ich denke,
wünschen hilft.

 

 

 

Rahel Varnhagen

 

 

 

REVT - ausführliche Darstellung

(REVT = rational - emotive Verhaltenstherapie)

 

Die REVT wurde von Albert Ellis (1913 – 2007, Dr. der Philosophie) begründet. Ellis arbeitete als Psychoanalytiker an Kliniken, Universitäten und in eigener Praxis. Im Laufe seiner Tätigkeit begann er die Wirksamkeit der Psychoanalyse zu hinterfragen und entwickelte die REVT. Sie zählt zu den kognitiven Verhaltenstherapien und betont den Zusammenhang zwischen Denken, Fühlen und Handeln.

 

Inhaltlich unterscheidet die REVT zwischen rationalen und irrationalen Annahmen (Beliefs). Rationale Annahmen unterstützen den Menschen darin, sein Verhalten so auszurichten, dass er seine Lebensziele erreicht.

Irrationale Annahmen resultieren in Verhaltensweisen, die die Erreichung der eigenen Lebensziele verhindern.

 

Die Erstellung einer Verhaltensanalyse in Form des ABC ermöglicht dem einzelnen seine Grundannahmen und die daraus resultierenden Gefühle und Verhaltensweisen zu erkennen. Hinter dem Begriff ABC verbirgt sich:

 

  • A = Adversitiy
    • Widrigkeit, die als Auslöser für Grundannahmen gilt

       
  • B = Belief
    • persönliche, über den Lauf der eigenen Entwicklung entstandene Grundannahmen, darüber, wie die Person selbst / wir selbst, die anderen / das Gegenüber und die Welt sein soll

       
  • C = Consequences
    • Es wird unterschieden zwischen
  • emotionalen Konsequenzen
  • Konsequenzen im Verhalten
  • physiologischen Konsequenzen

 

Indem Menschen lernen, selbstschädigende Einstellungen zu verändern, entwickeln sie größere Fähigkeiten, ein unabhängigeres und zufriedenes Leben zu führen.

 

Ellis Mittel, den Klienten zu unterstützen, seine Lebensziele zu erreichen ist die Disputation: das Hinterfragen der persönlichen Grundannahmen. Diese führt zu Prüfung und Änderung der kognitiven Schemata sowie Entwicklung neuer, hilfreicher, funktionaler kognitiver Schemata. Ergänzt wird dies durch Verhaltensübungen, Selbstanalysen und Imaginationen.

 

Die REVT ist von Beginn an beeinflusst durch die stoische Philosophie. Der Ausspruch eines der größten Vertreter Epiktet umreißt den Grundgedanken und Ansatzpunkt der REVT:

 

„Nicht die Dinge erschüttern die Menschen, sondern ihre Sicht von den Dingen.“

 

Der Stoizismus hat die Auffassung, dass der Mensch aus eigener Kraft jedes Schicksal meistern und seine Bestimmung erfüllen kann. Seine Grundsätze beinhalten klares Denken, einsichtiges Wollen und vernünftiges Handeln.

In diesem Sinne betont Ellis den Stellenwert der Selbsthilfe und Eigenaktivität im (therapeutischen) Entwicklungsprozess.